Tango Argentino

– «Eine heftige Sehnsucht nach Freiheit»


Was der Tango ist, weiß ich nicht mit Sicherheit,
die Wahrheit über den Tango kenne ich nicht.
Ich versuche nur, mich ihm anzunähern, und
behaupte lediglich, was ich begründen kann.

Rodolfo Dinzel
Titelei aus:
«Tango, eine heftige Sehnsucht nach Freiheit»

Der Tango Agentino hat seine Wurzeln in Buenos Aires. Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Stadt von Italienern, Spaniern, Deutschen, Polen, Franzosen und anderen Immigranten überflutet. Zusammen mit den kreolischen Gauchos aus dem argentinischen Hinterland verwandelten sie die Stadt in einen kulturellen Schmelztiegel, in dem sich die Gegensätze rieben aber auch gegenseitig inspirierten, bis sich schließlich in den Vorstädten eine gemeinsame Kultur entwickelte.

Der Tango befindet sich seit über 120 Jahren in steter Entwicklung. Er lebt von den Einflüssen aus der ganzen Welt. Klassik, Pop und sogar Techno vermischten sich im Laufe der Zeit mit der klassischen Tangomusik. Aber trotz der modernen und experimentellen Entwicklungen wird der klassische Tango, die Milonga und der Vals weiterhin mit Enthusiasmus auf der ganzen Welt getanzt.

Als Dialog im Paar, das im gemeinsamen Abenteuer des Tanzes die Musik interpretiert, verstehen wir den Tango heute. Spannend und vielseitig soll er sein und stets ein Geheimnis bewahren.
«Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge, bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft. Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert, Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele. O Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.»

Augustinus